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Die allgemeinen Grundlagen der psychoanalytischen Technik, wie sie Freud in seinen fünf Aufsätzen in den Jahren 1912-1914 formuliert hat, bildeten häufig den Gegenstand sorgfältiger Überprüfung von Seiten zahlreicher Autoren. Dennoch ist es — bemerkenswerter Weise — diesen Autoren nicht gelungen, wichtige Neuerungen oder Abänderungen vorzubringen. Viele Autoren sind bei der Darstellung ihrer Ideen zur Technik von der ehrlichen Überzeugung ausgegangen, daß sie radikale Verbesserungen der klassischen Methode in Vorschlag bringen. Andere, bescheidenere, betonen, daß ihre Besprechung die Aufmerksamkeit auf einige der von Freud entwickelten Grundsätze lenken soll, die aus dem einen oder anderen Grunde in der alltäglichen Praxis von der Mehrzahl der Analytiker vernachlässigt werden.
Dieses unablässige Bestreben nach einer Verbesserung der analytischen Technik ist klar begründet. Die psychoanalytische Therapie ist außerordentlich mühsam, verbraucht viel Zeit und Kraft — sowohl des Patienten wie auch des Analytikers — und das Ergebnis läßt sich auf Grund einfacher prognostischer Gesichtspunkte nur schwer vorhersagen. Der Wunsch, diese Schwierigkeiten zu verringern und die Aussichten der psychoanalytischen Behandlung zu steigern, ist nur allzu verständlich. Die Schwierigkeiten, der Verbrauch an Zeit und Kraft in der psychoanalytischen Therapie stehen keineswegs in einem ungleichen Verhältnis zu ihrem stolzen Ziele: eine dauernde Veränderung in der erwachsenen Persönlichkeit zu bewirken, die bisher immer als unveränderlich galt. Nichtsdestoweniger ist jeder Therapeut von Haus aus unzufrieden, er wünscht seine Methode zu verbessern und bestimmte technische Regeln an die Stelle einer unsicheren ärztlichen Kunst setzen. Die unaufhörlichen Bemühungen, die Technik zu reformieren, bedürfen daher keiner besonderen Erklärung; einer solchen bedarf lediglich die Häufigkeit, mit der Pseudoreformen von den Autoren vorgeschlagen werden, in der Überzeugung, daß sie etwas Neues entdeckt habe