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Die Bedeutung des Buches liegt darin, daß der Verfasser die Lehre von Klages auf die Hirnanatomie anzuwenden trachtet. Wir finden daher als Grundlage die Klages sche Einteilung in Leib, Seele und Geist. Es ist bekannt, daß Klages den Geist als Widertsacher der Seele ansieht. Der Geist ist lebensstörend. Geistige Akte sind zeitüch unausgedehnt, während das Erleben zeitlich stetig ist. Nach R. spiegelt der Bau des Zentralnervensystems im ganzen wie im einzelnen die von den betreffenden Zentren vermittelten Körpererlebnisse wider. Das Zentralnervensystem ist ein naturgewachsenes Symbol des Erlebens. Die Nervenzelle ist im vielzelligen Organismus der Vertreter der Einheitlichkeit des Erlebens. Die Gliederung der Ganglienzelle in Dendriten, Zelleib und Neuriten muß mit dem Mysterium von Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt verglichen werden. Die somatisch motorischen Wurzelfassern verlassen das Rückenmark in der Ventralrichtung. Der Sinn dieser Erscheinung ist: „Die elementare triebhafte Spannung, aus der die animalen Bewegungen hervorgehen, ist von der Bauchseite her auf die Umwelt gerichtet.“ Ähnliche Deutungen werden für alle anatomischen Strukturen gegeben. Die Struktur der Kleinhirnrinde ist ein Sinnbild eines „indirekten“ Empfindungsvorgangs. Der Verfasser geht mit seinen Erklärungen sehr ins Detail: „Dem Empfindungsvorgang im strengen Sinn, dem Erlebnis der Widerstandsnatur der körperlichen Wirklichkeit, gehören die Parallelfasern