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Der Autor versucht, eine ausführliche Psychologie des männlichen Exhibitionismus, insbesondere seiner prägenitalen Unterbauung zu geben. Ihm ist das exhibitionistische Verhalten nicht identisch mit dem Exhibitionismus als Partialtrieb der Sexualität, sondern eine allgemeine Verhaltungsweise, zusammenhängend mit dem „Mitteilungsdrang“, zwar sexuell, aber nicht nur vom Eros, sondern auch vom Todestrieb gespeist. Der Exhibitionist brauche zwar ein Objekt, es sei ihm aber die Hauptsache, was er selbst dabei erlebt, das narzißtisch-passive Element überwiege; es fehle an Oblativität, es überwiege Kaptativität. Libidinöse frühinfantile Formen des Exhibitionismus müsse man von den von ihm untersuchten, die im Erwachsenenalter auftreten und mit Aggression, Schuldgefühlen und Angst durchsetzt sind, unterscheiden, diese könne man „Exhibitionismus sollicitus“, jene „Exhibitionismus sollicitans“ nennen. Jeder Exhibitionist sei auch Voyeur, diese Schaulust habe regelmäßig eine orale Basis, die zugrundeliegende Angst sei die Angst vor dem Gefressenwerden. Das „Wegbleiben“ der Kinder, mit dem sie Wartung und Aufmerksamkeit erpressen, die sie lebensnotwendig brauchen, sei ein Vorläufer des Exhibitionismus. Ferner auch das Stottern; in der Anamnese der Exhibitionisten lasse sich oft Stottern nachweisen, man denke an Demosthenes. Man könne die Exhibitionismen in einer Reihe ordnen, die von rein neurotischen zu rein perversen Formen gehe. Die exhibitionistischen Erscheinungen könnten von explosiven Durchbrüchen über subchronische Formen bis zu Charakterhaltungen, bezw. Volksgebräuchen, exhibitionistischen Maskeraden, Modevorschriften u. dgl. gehen. Beim Stotterer sei nicht der Exhibitionismus, sondern nur das Vergnügen daran gehemmt. Wie beim Stotterer, so sei auch beim Exhibitionisten nicht nur der Trieb prägenital, sondern auch das triebverbietende Über-Ich archaisch. Die gesteigerte Analität des Stotterers bringt dann den Autor zum Problem der analen Exhibition. Er stimmt in diesem