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Verschiedene Patienten zogen das Ereignis des Königstodes in Zusammenhänge ihrer Triebkonflikte hinein. In allen besprochenen Fällen waren diese Triebkonflikte oralsadistischer Natur und ihre Deutung durch den Autor erfolgte entsprechend den Annahmen von Melanie Klein über die um äußere und einverleibte (gute und böse) Objekte ständig tobenden Zerstörungs- und Wiedergutmachungstendenzen. Dem ersten Patienten, der auf die Nachricht von der Verschlimmerung im Befinden des Königs mit Angstanfällen reagiert hatte, bedeutete das Ereignis in oberflächlicher Schicht eine Befriedigung seiner Ödipuswünsche, in tiefer eine Mobilisierung oralsadistischer Konflikte um das introjizierte Objekt. Für den zweiten Patienten war es die Erfüllung (oraler und urethraler) sadistischer Wünsche gegen den Vater, deretwegen er dann Vergeltungsängste vor Introjekten und magische Versuche zur Widergutmachung entwickelte. Einer dritten psychosenahen Patientin, die auf äußere Anlässe mit Depressionen zu reagieren pflegte, wurde auch der Tod des Königs zu einem solchen Anlaß. Die Introjektion war hier nach Ansicht des Autors weniger Vollzug eines sadistischen Zerstörungsaktes, auch nicht so sehr Versuch zur Rettung eines Objektes vor der Zerstörung, als vielmehr ein nach vollzogener Zerstörung ins Werk gesetzter Mechanismus zur Ableitung mobilisierter Sadismusquantitäten.
O. Fenichel (Prag)