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Die Gelegenheit, zu der wir uns hier vereinigt haben, und das bedeutungsvolle Datum, das für unsere Zusammenkunft gewählt wurde, bilden ereignisreiche Momente in der Geschichte der Psychoanalyse. Sie ist daher nicht nur eine Angelegenheit des Wiener Vereins allein, sondern der ganzen Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Das ist ebenso durch meine Anwesenheit in offizieller Eigenschaft gekennzeichnet wie durch das Erscheinen prominenter Analytiker aus anderen Ländern: aus Amerika, England, Frankreich, Holland, Palästina, der Tschechoslowakei und Ungarn.
Dies ist nicht das erstemal, daß die Wiener Vereinigung in der Berggasse zusammengekommen ist. Ich muß wohl einer der wenigen Anwesenden sein, die die Ehre hatten, an mehr als einer wissenschaftlichen Zusammenkunft teilzunehmen im ersten Heim, nicht nur des Wiener Vereins, sondern der Psychoanalyse überhaupt. Es war unser Meister, der damals persönlich präsidierte, wie er es noch heute im Geiste tut, mit der Präzision und Einfachheit, die so charakteristisch für ihn sind. Von der alten Garde, die die Zuhörerschaft bildeten, sind, glaube ich, nur vier — Federn, Friedjung, Hitschmann und Steiner — noch in Ihrer Mitte. Seit jenen Tagen hat der Wiener Verein bedeutende Verluste in seiner Mitgliederzahl erlitten. Ich erwähne nur den Verlust von Krauss, Silberer, Tausk durch den Tod; ferner den auf vielleicht eben so natürliche, wenn auch weniger erwartete Weise erfolgten Verlust von Adler, Rank, Sadger und Stekel; den Verlust durch Auswanderung von Bernfeld, Felix und Helene Deutsch, Jekels, Nunberg, Reik, Sachs, Schilder und Wittels. Aber der größte aller Verluste, wenn auch zum Glück nur ein teilweiser, war der, daß Professor Freud verhindert war, weiter persönlich an den Versammlungen teilzunehmen. Was das bedeutet, können nur diejenigen von uns ermessen, die die einschneidende Meisterschaft erinnern, mit der er die Diskussionen in der Vereinigung zu leiten und anzuregen pflegte. Andererseits kann ich aus der