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Der Verfasser dieser Pharmakologie ist Internist, Psychiater und Pharmakologe, erscheint daher zu dieser Arbeit besonders berufen. Er begründet seinen Versuch damit, daß in den Lehrbüchern nur die Pharmakologie des Nervensystems, nicht aber die Pharmakologie der seelischen Funktionen behandelt wird. Er stellt sich zur Aufgabe, die Wirkung der Pharmaka auf Sinnesempfindungen, Denken, Fühlen und Wollen zu beschreiben. In seiner Einleitung geht er über die Ziele einer Pharmakologie noch hinaus, indem er sich nicht auf Pharmaka im engeren Sinne beschränken will, sondern alle Stoffe, die, vom Körper aufgenommen, psychische Wirkungen entfalten, studieren will. Das gesteckte Ziel erreicht er nun allerdings nicht ganz. Den Hauptteil des Buches bildet eine phänomenologische Toxikologie, die auf die Hilfe verzichtet, die ihr die psychoanalytische Literatur zur Pharmakothymie (Rado, Schilder, Glover, Groß, Fenichel u. a.) bieten könnte. Wie sehr aber neben der Nichtbeachtung ihrer Forschungen die Psychoanalyse auch noch mißverstanden wird, zeigt eine Stelle, die hier wieden-gegeben werden soll: „Die Menschen glaubten — und vielleicht glauben auch jetzt noch einige Wahnsinnige daran —, daß die Möglichkeit wirklichen, hundertprozentigen Glücks bestünde, und so entstand die Legende von der Vertreibung aus dem Paradies und die Erwartung der Seligkeit nach dem Tode. Die Psychoanalytiker glauben an das Gefühl des absoluten Glücks während des intrauterinen Lebens, wobei die Geburt die Vertreibung aus dem Paradies bedeute.“ Dies erscheint dem Verfasser ab die psychoanalytische Erklärung des Märchens vom Paradies, das der Rauschgiftsüchtige in seiner Abwendung von der Realität sucht, als ob er von dem Wunsche getrieben würde, jenes Glücksgefühl wieder zu erleben, das er in seiner Embryonalzeit schon einmal erlebt habe.
Neben diesem Lapsus stellt das Buch interessantes Material zur Entwicklungsgeschichte der Rauschgiftsucht bei. Es beschreibt den Lokoismus, die Toxikomanie der Pferde, de