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Dieses Buch ist eine psychiatrische Dissertation; in der der Autor die Rolle des Todestriebes im Problem des Selbstmordes klarzustellen versucht.
Im dritten Kapitel werden einige Spekulationen über den Todestrieb gegeben, die jedoch so weit von der analytischen Betrachtungsweise wegführen, daß wir sie besser unbesprochen lassen können.
Aus neun mitgeteilten Fällen kommt der Autor zu der Schlußfolgerung, daß der Ernst des Suizidversuches abhängt von der Größe der vorangegangenen und gegen die Außenwelt gerichteten Aggression. Er konkludiert, daß das Individuum durch seine aggressiven Handlungen seine Persönlichkeitsstruktur zu ändern versucht, so daß eine Struktur entstehe, bei der ein Suizidversuch Erfolg haben könne (S. 151). Meiner Meinung nach bekommt das Individuum hier wohl einen überpersönlichen, außerhalb der Instanzen fallenden Charakter.
Diese Strukturänderung energetisch zu fassen, ist dann die Zielsetzung des fünften Kapitels. Es kann nur zum Selbstmord kommen, wenn ein starker Sadismus des Ich-Ideals mit einem genügend starken primären Masochismus zusammentrifft. Dazu versucht der Autor die Gesetze aufzuspüren, nach denen die zurückgewendete Aggression auf das Ich-Ideal und den primären Masochismus verteilt wird. Er meint, daß die beiden letzteren über eine quantitative und qualitative Anziehung verfügen.
Die quantitative Anziehung: Die rückgewendete Aggression wird nach der relativen Stärke des schon im Ich-Ideal und primären Masochismus befindlichen Todestriebes angezogen.
Bei der Geburt wird der größte Teil des Todestriebes auf einmal nach außen gewendet. Davon werden allmählich kleine Quanten zur Bildung des Ich-Ideals wieder zurückgenommen. Deshalb gibt es eine qualitative Anziehung: Große Mengen frei gewordener Todestrieb kehren zum primären Masochismus und nicht zum Ich-Ideal, kleine Mengen nur zum Ich-Ideal zurück.
Der Verf. berechnet nach diesen Prinzipien, daß ein Selbstmord nur bei einer Struktur erfolgt, bei der der Sadismus im Ich-Ideal über den p