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Die Probleme der Projektion werden von Feigenbaum in eingehendem Studium untersucht. Er charakterisiert die Projektion als eine vorwiegend aktive und zentrifugale Abwehrreaktion — im Gegensatz zu passiven zentripetalen Abwehrmechanismen, wie etwa der Verdrängung. Ihr Auftreten werde begünstigt durch eine narzißtische Fixierung oder Regression, durch besondere Gefühlsambivalenz und durch eine Unsicherheit der Ich-Grenzen; aktuelles Auftreten von Projektionen werde erleichtert durch Situationen, die die Wiederherstellung einer Besetzung als unumgänglich erscheinen lassen, durch Schuldgefühle, die nach dem Typus „nicht ich, sondern sie“ abgewehrt werden, und durch übergroßes Liebesbedürfnis. Alle diese Bedingungen werden detailliert besprochen. — Als Beispiele für Projektionen beim Normalen werden gewürdigt: das animistische Denken, Projektionen in Träumen, die phantastische Literatur, religiöse und abergläubische Sitten und Gebräuche (Sündenbock) gewisse Vorurteile (Antisemitismus) und die anthropomorphistische Auffassung der Maschinen.
Feigenbaum unterscheidet endosomatische und exosomatische Projektionen, je nachdem, ob die Projektion auf den eigenen Körper oder auf ein Objekt außerhalb desselben erfolgt. Er will die hypochondrische Phase, die bei Paranoikern oft der eigentlichen (exosomatischen) Projektion vorangeht, als eine endosomatische Vorphase auffassen. Beide Projektionsformen sind auch in verschiedenen Neurosen, im Verlaufe depressiver Psychosen und bei bestimmten Charakterhaltungen zu beobachten.
Im letzten Abschnitt vergleicht Feigenbaum drei psychische Situationen, in denen Projektionen vorkommen: In Endphasen von Analysen gebe es oft nach Zerschlagung des neurotischen Gleichgewichtes ein eindrucksvolles letztes Aufflackern der Symptome mit einer kurzen Periode von Pessimismus, Resignation, Zweifel, die durch weitere Analyse mit dem Aufbau neuer Ideale zum Schwinden kommt. — Beim Ausbruch einer Psychose stürzen bisherige Charakterhaltungen und Reaktionsbil