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Die Überlegungen, die ich Ihnen im folgenden vorlege, entspringen teilweise der mangelnden Präzision der Problemstellung und der Unsicherheit, in die man gerät, sobald man über die Theorie der analytischen Therapie etwas aus-sagen will.
Man kann das Problem von drei verschiedenen Seiten her untersuchen:
Worin besteht die Heilung eines Neurotikers?
Welche sind die psychischen Prozesse, die zu dieser Heilung führen?
Über welche Mittel verfügen wir, um diese Prozesse in Gang zu bringen und zum guten Ende zu führen?
Die erste dieser Fragen schließt weitere ein: Wie geht die Heilung vor sich? Wann ist ein Neurotiker geheilt? Woran erkennt man es? Wodurch und worin unterscheidet oder gleicht sich der Behandelte vor und nach seiner Analyse, worin gleicht er anderen, „normalen“ Individuen oder ist von ihnen verschieden? Wir sehen, daß alle diese Fragen die Theorie der Neurosen einschließen.
Die zweite Seite des Problems umfaßt alle psychischen Prozesse, die sich im Analysanden abspielen. Wir wissen wohl, daß die Analyse nicht in jedem einzelnen ihrer Teile unmittelbaren Heileffekt besitzt, sondern nur in gewissen Momenten, meist gegen das Ende zu, und in ihrer Gesamtwirkung. Wir wissen aber auch, daß die meisten dieser Elemente gewöhnlich unentbehrlich oder, in allen Fällen, unvermeidlich sind, wenn man zum angestrebten Endziel gelangen will.
Angesichts der Komplexität des Heilungsprozesses muß man fragen: Welche Mittel setzen, welche halten ihn in Gang, treiben und dirigieren ihn zum gewünschten Endeffekt? Das wirft nun wieder das Problem der psychoanalytischen Technik auf. Wenn ich also die Vielfalt der Fragestellungen zum Gegenstand unserer heutigen Diskussion hervorhebe, so tue ich das eben in der Absicht, die Komplexität unseres Problems aufzuzeigen.