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Nach jahrelanger praktischer poliklinischer und experimentell-klinischer Arbeit faßt der Autor in diesem Buch seine Erfahrung und seine umfangreichen literarischen Kenntnisse zusammen. Er versucht nicht, eine Psychoanalyse der Organneurose zu schreiben, ebensowenig ist er bemüht, eine tiefenpsychologische oder verstehende Erklärung zu geben; seine Aufgabe ist deshalb auch weniger, eine Affektbiologie zu schreiben, als vielmehr die Erfahrungen eines Internisten für Internisten festzuhalten und den Grundriß einer Affektphysiologie zu geben. Die Anlage des Buches, das ungeheure in ihm niedergelegte Material, die Fülle von Einzelbeobachtungen, alltäglich zu beobachtenden Wechselwirkungen zwischen Affekt und Organtätigkeit, die bis ins einzelne gehenden Literaturangaben sind aber auch für den Analytiker eine außerordentlich wertvolle Hilfe und gerade die Beschränkung auf das Deskriptiv-Phänomenologische macht die Arbeit wertvoll.
Von der Fülle des Materials sei beispielsweise erwähnt, daß die Herzgröße affektiv beeinflußbar ist, die Größenveränderungen lassen sich röntgenologisch nachweisen und können bis zu 1 cm betragen. Unter der Einwirkung der Affekte kommt es im Magensaft zu Veränderungen der Azidität, der Sekretmenge und der Entleerungszeit. Der Affekt (z. B. in der Hypnose) kann bis zur extremen Hyperazidität führen und depressorisch bis