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Die Zeitschrift der Menninger Clinic bringt zum 81. Geburtstag von Prof. Freud eine ihm gewidmete Festnummer heraus. Sie will zeigen, wie die Klinik sich bemüht, Erkenntnisse der Psychoanalyse in ihrer praktischen Psychotherapie — sowohl bei Patienten, die eine regelrechte Analyse durchmachen, als auch bei solchen, die anderen psychotherapeutischen Maßnahmen unterzogen werden — zu benützen.
Der einzige Mitarbeiter der Zeitschriftnummer, der nicht selbst in Topeka wirkt, Simmel, setzt in einem Einleitungsartikel auseinander, wie er sich die psychoanalytische; Arbeit in Klinik und Sanatorium stets gedacht hat und welche Vor- und Nachteile einer solchen Arbeit gegenüber der ambulanten Analyse zukommen; er erzählt die Geschichte seines Tegeler Institutes und stellt fest, daß ein Besuch in Topeka ihn davon überzeugt hat, in welch erfreulichem Sinn seine dort begonnenen Bestrebungen hier unter Menningers Leitung fortgesetzt werden.
Die Berichte der Kollegen aus der Klinik selbst machen uns im Detail mit der dortigen Arbeitsweise vertraut: Für jeden Patienten wird nach genauer Anamnese und Beobachtung auf Grund einer Beurteilung nach psychoanalytischen Prinzipien ein therapeutisches Programm festgesetzt, das den Grad der ihm zugestandenen Freiheiten, Art und Quantum der Beschäftigungs- oder Physiotherapie usw. bestimmt. Die Ausarbeitung dieses Programms obliegt einem psychoanalytisch geschulten Psychotherapeuten und erfolgt in Gemeinschaft mit anderen Kollegen auf klinischen Konferenzen, und zwar geschieht dies in gleicher Weise bei Patienten, die einer Analyse unterzogen werden, wie bei solchen, bei denen dies nicht der Fall ist. Bei jenen hält man daran fest, daß der das Programm bestimmende Arzt nicht mit dem Analytiker identisch sei. Es wird zwar nicht ausdrücklich vermieden, daß der Analytiker mit dem betreffenden Psychotherapeuten spreche und, wenn nötig, Ratschläge erteile, im allgemeinen aber soll der Psychotherapeut bei seiner Programmaufstellung unabhängig vom Psyc