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Das Problem der Anpassung begegnet uns in der Psychoanalyse vor allem im Zusammenhang der Ich-Theorie; weiter als ein Ziel der Therapie und schließlich in pädagogischen Überlegungen. Es muß uns aber sofort auffallen, daß, während wir ungefähr angeben können, was mit der Bezeichnung „ichgerecht” gemeint ist, der Begriff „realitätsgerecht” ein Kautschukbegriff zu sein scheint, mit dem, wie die Erfahrung lehrt, die verschiedensten und teilweise gegensätzliche Anschauungen gedeckt werden.
Das Anpassungsproblem gehört gewiß nicht zu jenen, die von der Psychoanalyse allein gelöst werden können. Die Biologie, die Soziologie haben ihre berechtigten Ansprüche auf diesen Forschungsgegenstand. Aber wir meinen daß die Analyse uns auch hier wichtige Einsichten gegeben hat und noch geben wird, die von anderen Gesichtspunkten her und durch andere Methoden nicht ohne weiteres gewonnen werden können; was wir also heute von allen Überlegungen über das Problem der Anpassung verlangen müssen, ist, daß sie den von der Psychoanalyse gefundenen Grundtatsachen und -zusammenhängen nicht widersprechen. Wenn dieser Fragenkomplex heute in höherem Maße unser Interesse beanspruchen darf, so hängt das gewiß nicht zuletzt mit jener Entwicklungsrichtung innerhalb der Psychoanalyse zusammen, welche die Kenntnis der Ich-Funktionen in den Blickpunkt unserer Aufmerksamkeit gerückt hat darüber hinaus noch mit dem wachsenden Interesse, das wir heute überhaupt allen gesamtpersönlichen Zusammenhängen entgegenbringen; schließlich mit den Bedenken, die sich heute da und dort gegen verschiedene theoretische Fassungen des Begriffes psychischer Gesundheit regen, welche ja auf das Merkmal der „Realitätsangepaßtheit” Bezug nehmen.
Ich werde in diesem Vortrag mancherlei sagen müssen, das Ihnen allen bekannt ist; vielleicht auch das eine oder andere, das Ihren Widerspruch erregen wird auch einiges, das wir nicht im engeren Sinne analytisch nennen, — aber ich