You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Dem überraschten Leser dieser Monographie, die Leben und Werk des bedeutenden, 1935 gestorbenen Komponisten darstellt, begegnet folgender Satz: „Hat Freud den Stoff seiner Erkenntnis den ‚Abhub der Erscheinungswelt’ genannt, so erkennt Berg den Schein des überkommenen musikalischen Hausrats als solchen Abhub, den er in Treue zertrümmert.” Der unvermittelt auftauchende Hinweis wird verständlicher, wenn später berichtet wird, daß Alban Berg selbst öfters die Zusammenhänge seiner Musikanschauung mit der Psychoanalyse hervorgehoben hat. Er hat in der Musik eine Darstellung und Erhellung des Unbewußten gesehen. Diese Funktion der Musik ist „nicht als analogisierende Übertragung der analytischen Methode auf die Musik zu verstehen;