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Der Verfasser dieses schwer lesbaren Buches charakterisiert den sinnesphysiologischen Versuch als monoton oder künstlich. Monotone Inhalte wie Farbeninhalte, Spannungsinhalte, Toninhalte, Tastinhalte sind in „Modalkreisen” geordnet, z. B. Sehmodalkreis Gehörmodalkreis usw. Im Propriozeptivmodalkreis ergibt sich, daß die den Spannunes-inhalts-Unterschiedsschwellen entsprechenden Zunahmen des Gewichts immer gleich groß sind, wenn die 2. B. auf den Unterarm einwirkende Kraft 100 g — 5 kg beträgt. Sie sind von der Grundkraft des Muskels unabhängig. Im Temperaturmodalkreis ist die Temperaturdifferenz, welche zu einer Änderung der Temperaturempfindung führt, immer gleich groß, unabhängig von der Ausgangstemperatur (allerdings nur unter bestimmten Versuchsbedingungen). Im Hautempfindungskreis geht die Empfindungsänderung der Deformadonstiefe parallel. Im Sehkreis entspricht die Empfindungsänderung einer Konstanten. Sie geht einer zerfallenen hypothetischen Lichtsubstanz parallel. Von diesen Versuchen über Unterschiedsschwellen ausgehend, versucht der Verfasser mit Zuhilfenahme von Logik und Mathematik in die Wahrnehmunes-grundlagen der Geometrie und der Mechanik einzudringen. Er betrachtet die Endgegenstände des analysierenden Denkens als unanalysierbar, z. B. toi ist der Intensitätsgrundgegenstand, toi sind die Intensitätsgrundgegenstände der verschiedenen Modalitäten, tol ist der Ortsgrundgegenstand, toz der Zeitgrundgegenstand. Er kommt allmählich zu Gegenständen der vierten Stufe und charakterisiert die Masse der Mechanik mit der etwas komplizierten Formel: t 4 [(ii)] [(zz) (ll)' (ll)”] = t [I ii 3 (zz) (ll)' (ll”)].
Das Buch ist scharfsinnig und einseitig. Es ist nicht berechtigt, von einer allgemeinen Sinnesphysiologie zu sprechen. Es ist eine Darstellung der Unterschiedsschwellen von logischem, mathematischem und philosophischem Gesichtspunkt aus. Dem Psychoanalytiker wird das Buch wenig bieten.
P. Schilder (New York)