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In diesem Buch versucht der Autor nicht eine komplette Einführung in die Psychoanalyse zu geben, sondern er will jenen, die sich über Analyse orientieren möchten, eine Grundlage bieten. Er stellt sich die Aufgabe, einen bestimmten Grundgedanken der Analyse, so wie er ihn sieht, hervorzuheben. Und diese Aufgabe hat er in einer fesselnden und oft sehr klaren Weise ausgeführt. W. betrachtet die menschliche Psyche nicht als ein isoliertes Geschehen, sondern versucht, biologische Gesetze festzustellen. Deshalb vergleicht er das ganze Buch hindurch verschiedene Tatbestände miteinander. Dadurch fällt der Akzent mehr auf die Übereinstimmungen als auf die Unterschiede, wenn auch der Autor es nicht unterläßt, auf diese hinzuweisen. So sehen wir, daß im Kapitel über Übertragung diese mit gewissen Erscheinungen beim Tier in Zusammenhang gebracht wird. Im nächsten Kapitel versucht er die Symbolik auf eine biologische Grundlage zu stellen. In dem die vergleichende Methodik behandelnden Abschnitt werden verschiedene Äußerungen psychotischer Patienten auf sehr schöne Weise entwirrt und die Beziehungen zwischen Wahn, Traum, Mythologie und primitiver Religion dargestellt. Und auch im folgenden, meiner Meinung nach wohl besten Kapitel des Buches, das die Stellung der Analyse in Beziehung zur übrigen Psychologie behandelt, wird der vergleichenden Methode ein breiter Platz eingeräumt. Schließlich finden wir denselben Gedanken wieder, wenn der Autor auf das Vorkommen des Ödipuskomplexes beim Kind, den Primitiven, in Kunst und Religion hinweist.
Jedoch enthält dieser Grundgedanke eine Gefahr, nämlich die einer Uberdehnung des Begriffes der Biologie. Und obzwar W.-H. seine Grundidee sehr klar entwickelt, ist er meines Erachtens dieser Gefahr nicht entgangen.
So verwendet er den Begriff der Übertragung in einem anderen als dem üblichen Sinn und führt diesen ein am Beispiel des Verschwindens von Symptomen bei der suggestiven Therapie. „Die Libido, mit der der Patient am Arzt hängt, muß jedenfa