You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Tatsache, daß das Stottern auch in einem Teil der Fälle durch suggestive Maßnahmen, Übungen u. dgl. geheilt werden kann, läßt zuweilen vergessen, daß es jedesmal Ausdruck einer neurotischen Psyche ist. Schon das einfache Experiment, das zeigt, daß die Sprachstörung nur vor Zuhörern eintritt und nie, wenn der Stotterer allein spricht beweist die Zugehörigkeit zur Befangenheitsneurosen-Gruppe. Dieses Buch zweier er fahrener Praktiker hebt die tiefere seelische Abnormität der Stotterer ins richtige Licht und fordert Psychotherapie, am besten Psychoanalyse von genügender Dauer. Das Werk wendet sich nicht nur an Ärzte, sondern auch an die Eltern, die das Dauern frühen Stotterns verhindern oder dieses gar nicht eintreten lassen könnten, sowie an Lehrer Über disponierende Erziehungsfehler und Milieuschäden wird viel Vernünftiges gesagt.
Es bleibt zu hoffen, daß unbeschadet der expeditiven Suggestivmethoden gegen das Symptom die Heilung des ganzen stotternden Menschen durch Psychoanalyse mehr in Schwung kommt.
E. Hitschmann (London)