You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In nicht gerade unsystematischer Weise, aber in einer Art, die die übliche zwanghafte und gewaltsame Klassifizierung in der Psychiatrie vermeidet, wird eine sehr lebendige und anschauliche Schilderung des psychiatrischen Gegenstandes gegeben. Die Anfänge der schizophrenen und zyklothymen Psychosen werden gemeinsam behandelt, dadurch ist der Übergang zu den psychopathischen Persönlichkeiten nicht schwer, was dann folgerichtig weiterführt zu Hysterien, abnormen Erlebnisreaktionen, Süchten, und schließlich endet in der jetzt so wichtigen praktischen Differentialdiagnose zwischen den Geisteskrankheiten, die unter das Erbgesetz fallen, und symptomatischen Psychosen. Der Psychoanalyse gegenüber nimmt der Verfasser ein Einstellung ein, die an die Haltung eines Analytikers einem jungen Manne gegenüber erinnert, der sich die Er forschung der Sonnenflecken zur Lebensaufgabe gemacht hat; distanzierte Freundlich keit einem nicht ganz einfühlbaren und zugegebenermaßen unbekannten Phänomen gegenüber. Der Verfasser spricht auch nicht von verstehender Psychologie, sondern von einem: „seelisch-symptomatologischen” und „körperlich-ätiologischen” Gesichts punkt.
M. Grotjahn (Chicago)