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Ausbleiben oder lange Verzögerung der Ejakulation ist — so hat Bergler in einer früheren Arbeit1 ausgeführt — keineswegs immer ein anales Symptom (Sperma wird den Fäzes gleich zurückgehalten), sondern oft ein orales: der Patient weigert sich unbewußt, den Samen herzugeben, um sich an der „phallischen” Mutter zu rächen, an deren Brust er nicht genug erhalten zu haben glaubt. Einige in der vorliegenden Arbeit mitgeteilte
Krankengeschichten überzeugten ihn, daß diese orale Verursachung der Ejakulationsstörung in typischer Weise überdeterminiert zu sein pflegt: In der Ejakulationstörung liegt auch eine Hemmung aggressiver Impulse, indem die Ejakulation unbewußt einer rächenden Zerstörung der Frau, von der man zu wenig erhalten zu haben meint, gleichgesetzt ist, und zwar einer Art Zersprengung der Frau. Interessant ist, daß B. u. a. auch männliche Schlagephantasien auf den gleichen oralsadistischen Ursprung — Racheimpulse gegen die Brüste der versagenden Mutter — zurückführen zu können vermeint.
O. Fenichel (Los Angeles)