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Ein sechsjähriger Junge bekommt nach der Übersiedhing der Familie aus einem kleinen Dorf in den Vorort einer Großstadt eine Straßenangst, besonders vor dem Platz vor dem Bahnhof, wo viel Verkehr herrscht, vor Fahrten in die Stadt und vor sehr großen Häusern. Gleichzeitig zeigt er, daß er wegen der Größe seines Penis Besorgnisse hat. Seine phallische Orientierung zeigt sich auch in einem besonderen Interesse für Maschinen. In einem Gespräch über dieses Thema, das auf das von Operationen übergeht, behauptet er plötzlich, er hätte eine elektrische Spieleisenbahn anläßlich seiner Tonsill ektomie (mit 4,2 Jahren) erhalten, während er sie in Wahrheit nach einer Phimoseoperation (mit 4,8 Jahren) bekommen hatte. Auf anschließende Fragen, ob sein Penis und er selbst auch genügend wachsen werde, erhält er beruhigende Auskünfte — und erklärt darauf zum ersten Mal, er fürchte nicht mehr die Stadt, sondern wolle lieber dort wohnen als im Vorort. Bald darauf äußen er in unverhüllter Form Ödipuswünsche. Der Vater sagt ihm, daß solche Wünsche nicht schlecht seien und er ihm dafür nicht zürne, worauf die Angst ganz schwindet und einem besonderen Interesse für Verkehr Platz macht.
O. Fenichel (Los Angeles)