You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Melitta Schmideberg beginnt ihren Artikel mit einer Zusammenstellung aller Bedeutungen, die das Autofanren im Unbewußten des Fahrers annehmen kann, — von der Sexualisierung dieser Tätigkeit aus der sexuellen Erregung der das Fahren begleitenden Organsensationen über die objektlibidinösen, aggressiven und narzißüschen Phantasien aller Art, die sich daran knüpfen können, bis zum Ausbau solcher Phantasien mit Hilfe einer animistischen Auffassung des Wagens und ihrer Verwendung zur Befriedigung von Trieben oder Strafbedürfnis und zur Angstabwehr. Sie fand sodann bei Fahrschülern eine unbewußte Gleichsetzung des Fahrenlernens mit dem seinerzeitigen Gehenlernen, die in manchen Fällen bis zur Wiederholung von Einzelheiten aus jener frühen Lebenszeit ging. Von da aus kommt sie zu einer Würdigung der Bedeutung des Gehenlernens für die normale und pathologische Ichentwicklung überhaupt, die zwar schon oft erwähnt, aber noch nicht genügend studiert sei. Die narzißtische Befriedigung über die neu erworbene Körperbeherrschung, die Angst vor ihrem neuerlichen Verlust, die Realangst vor dem Fallen und die irrationalen Motive, die schon in so frühem Alter