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Die Analyse der Angst eines dreieinhalbjährigen Jungen ließ deren psychische Entwicklungsgeschichte besonders klar durchschauen: Es begann mit Wut und einem Impuls, den Vater, eigentlich des Vaters Penis, zu beißen. Daran schloß sich eine Periode verstärkcen Interesses für Messer und Scheren, daran eine zunehmende Angst vor diesen Gegenständen. Hierauf begann der Junge Interesse für das Genitale der Schwester zu zeigen und das des Vaters zu fürchten; sofort verschob er aber diese Angst und bekam eine starke Angst vor dem großen Wolf. Während der Zeit, da er am meisten fürchtete, vom Wolf gefressen zu werden, sah er seine Eltern Würste essen, die ihm als “analer Penis” erschienen; er wurde ermutigt, sie selbst zu essen, und fand sie sehr gut. Gleich darauf sperrte er in einem Spiel den Wolf in einen Käfig und futterte ihn gleichfalls mit Würstchen. Befragt, wie der Wolf heiße, sagte er “ich“; von da an hatte er keine Angst mehr.
O. Fenichel (Los Angeles)