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Glover meint, daß der Frozeß der “Idealisierung”, den Freud als eine Begleiterscheinung des Unterganges des Ödipuskomplexes beschrieben hat, — wie andere seelische Mechanismen auch — schon viel früher zu spielen beginnt. Ein unter wahnartigen Ängsten stehendes Kind der Entwicklungsperiode, in der Introjektion und Projektion vorherrschen, könne seine Angstobjekte “idealisieren”, nämlich mit Libido besetzen, um seine Angst zu bekämpfen. Auch Zärtlichkeit, die mit “Idealisierung” so enge zusammenhänge, entstehe nicht erst nach Zielhemmung der Sinnlichkeit, sondern sei schon viel früher neben der Sinnlichkeit vorhanden. Es gebe zärtliche Liebesüberschätzung und Idealisierung gegenüber eigenen Körperteilen und gegenüber leblosen Objekten schon in sehr frühen Entwicklungsperioden. Bei fetischistischen Regungen, aber auch bei Phänomen der „narzißtischen Überschätzung der Exkretionsfunktionen” werde das besonders deutlich; bei Erwachsenen trete die „Idealisierung” wieder in Erscheinung, wenn sie zu solchen Phasen regredieren. Viele spätere „Idealisierungen”, die auf den ersten Blick als primär imponieren, sind in Wirklichkeit Regressionen in die anal-sadistische Phase, in der es auch schon „Idealisierungen” gegeben habe.
O. Fenichel (Los Angeles)