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Die Analyse einer schweren Zwangsneurose mit Waschzwang gibt Gelegenheit, das „Mitsprechen” des Symptoms und seine Veränderungen während einer langen analytischen Kur zu beobachten. Der Autor hält es für eindrucksvoll, eine Kurve über die Häufigkeit des Waschens, bezw. eines zwanghaften Betens im Verlaufe der Analyse, d. h. im Zusammenhang mit dem jeweils analytisch bearbeiteten Material zu zeichnen. Eine auffallende Besserung trat zum erstenmal ein, als die Patientin begriff, daß hinter ihrer Schmutzangst etwas verborgen sei, was die Analyse suchen müsse. Dann wieder, als sie in ihre starken Todeswunsche gegen ihre nächsten Angehörigen Einblick gewann. Später wurde deutlich, daß sie auf alles, was ihr Selbstgefühl erhöhte („ich kann etwas“) mit Besserung, auf alles, was es herabsetzte („ich kann doch nichts“), mit Verschlimmerung des Symptoms reagierte. Was immer unbewußt für sie bedeutete, sie werde ein Kind bzw. einen Penis erbalten, besserte das Symptom, die Nachricht, daß eine andere Frau ein Kind bekommen hatte, verschlechterte es bedeutend. Da sie ihren Penisneid auf geistige Produktion verschoben hatte, ging es ihr auch besser, so oft ihr eine solche Produktion gelang. Als das von der Analyse als Widerstand angegangen wurde, spiegelte sich das Durcharbeiten dieser Komplexe ebenfalls in der Kurve der Symptomhäufigkeit. — Die Patientin hatte als Kind tatsächlich unter Mangel an Liebe gelitten und hatte ihre Aggressionen gegen ein später geborenes Brüderpaar in gefährlicher Weise ausleben können; ein Versuch der Hinwendung zum Vater mißlang, was ihre unbewußte sadistische Rachsucht noch erhöhte. (Der Waschzwang sollte nicht nur vor Ansteckung schützen, sondern in Wiederkehr des Verdrängten aus der Verdrängung auch Ansteckung verbreiten.) — Die führende unbewußte Phantasie war die, ihre Feinde vermittels ihrer Faeces magisch zu töten. Es gelang ihr später, diese Neigung in einer bestimmten Weise zu sublimieren. Als diese Sublimierung dann wegfiel, kam es zunächs