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Micropsie, d. h. das Phänomen, daß die Objekte plötzlich aussehen, als ob man sie durch einen verkehrten Operngucker betrachte, wurde zweimal bei Kindern beobachtet, die man besonders spät und dann nur mit großer Mühe entwöhnt hatte, und die seitdem verschiedene Symptome einer unbefriedigten oralen Sehnsucht aufwiesen. Der Autor sieht in der Micropsie ebenfalls ein Zeichen dieser Sehnsucht, eine Regression in die Wahrnehmungswelt der Säuglingszeit. — Ref. möchte in diesem Zusammenhange an die Arbeit von Isakower „Beitrag zur Patho-Psychologie der Einschlaf-phänomene“, Int. Ztschr. f. Psa., 1936, erinnern, in der er nachwies, daß Halluzinationen und Illusionen des Raumsinnes überhaupt mit den Erlebnissen des Säuglinges an der Mutterbrust zu tun haben.
O. Fenichel (Los Angeles)