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Kris diskutiert in interessanter Weise die vielen Probleme, die im Bereiche der Psychologie des Komischen noch ungelöst sind. Das Element der Plötzlichkeit der Spannungsbefreiung muß für die Freude am Komischen wesentlich sein. Aber
nicht alles, was lachen macht, ist komisch. Auch daß die Freude am Komischen Kind-heitsfreuden wiederbringt, ist zwar wahr, aber keineswegs spezifisch. Auch daß hier — nach der„Witz“-Theorie von Freud — die Betätigung des Primärvorganges im Dienste des Ichs geschieht, ist nicht auf den Bereich des Komischen beschränkt. Immerhin können wir von hier aus die Beziehungen zwischen Komik und den Wortspielen der Kinder verstehen: In beiden Gebieten stellt das Ich, „Funktionslust” erlebend, aktiv Spannungen her, um sie zu überwinden, die es sonst passiv, vielleicht ohne sie beherrschen zu können, über sich ergehen lassen müßte. Komik entspreche oft einem Überlegenheitsgefühl darüber, daß der andere noch nicht in der gleichen Weise gelernt habe, sich der Realität anzupassen, wie man selbst. Menschen, die keinen Sinn für Komik haben, sind solche, die sich mit allen „Nicht-Angepaßten” identifizieren müssen und deshalb nicht über sie lachen können. Im Genuß des Komischen liege das Gefühl eines Triumphes darüber, daß man etwas, was man früher nicht meistern konnte, meistert, sodaß eine frühere Angst überflüssig geworden ist. Die reine „Funktionslust” entspreche dem Erleben des Umstandes, daß man gegenwärtig die betreffende Funktion schon beherrsche; die Lust am Komischen entspreche mehr dem Genießen des Umstandes, daß und wie man in der Vergangenheit die Meisterung erlernt hat. — Während das Kinderspiel (als Vorläufer des Komischen) vom spielenden Kind allein genossen werden kann, ist das „Spaßmachen” der Kinder schon sozial, es braucht das Mitmachen, die Billigung der anderen, der Eltern. Der Sinn für das Komische entwickle sich erst spät. Auch sei er nicht imstande, einen starken Affekt, eine Angst z, B. direkt zu bewältigen, sondern er setze ber