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Ein fünfzehnjähriger Junge litt seit früher Kindheit an schwerer motorischer Unruhe, die als Folge eines degenerativen Prozesses in den Stammganglien diagnostiziert worden war. Er war körperlich sehr ungeschickt, scheu, hatte Zwangssymptome und ein ungeheures einseitiges Interesse für Eisenbahnwesen und Verkehr. In der Analyse wurde eine enge Zusammengehörigkeit der motorischen Störungen mit der Unterdrückung der infantilen Masturbation klar, deren sadistischer Gehalt besonders hoch gewesen war. Der Junge erwies sich als überall von Kastrationsangst bedroht, die aus sadistisch perzipierten Urszenenerlebnissen stammte. Die Bewegungsunruhe basierte auf der unbewußten Gleichung Körper-Penis und hatte exhibitionistischen Charakter. — Die motorische Unruhe ist seit der Analyse vollständig verschwunden, die Persönlich-keitsstörungen sind gebessert.
O. Fenichel (Los Angeles)