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Melitta Schmideberg legt uns eine theoretische Untersuchung über die therapeutische Wirksamkeit der Analyse vor, die das Marienbader Symposion über das
gleiche Thema noch nicht berücksichtigen konnte. — Die besondere Natur der Behandlung von Übertragung und Widerstand in der Analyse — im Gegensatz zu anderen Psychotherapien — wird dargestellt. Als Hilfskraft, die die Bemühungen des Analytikers, den Patienten zum freien Assoziieren zu bewegen, unterstützt, komme nicht nur der Druck des Verdrängten zur Motilität hin in Betracht, sondern auch „der Wunsch, etwas Gutes den Leuten zu geben, die man liebt“, die „Wiedergutmachungs-Tendenz“. — Das Über-Ich, das die Verdrängung verlangt, setze aber dem freien Assoziieren Grenzen, die nur mit Hilfe der Deutungen überschritten werden können. Diese machen den Widerstandsaufwand überflüssig und unterstützen so die natürliche Tendenz zur „Synthese“. Normalerweise erfolge das Bewußtmachen des Unbewußten durch die Deutung mit Hilfe der Zwischenschaltung vorbewußter Vorstellungen — etwas, was wir „Konfrontierung des Ichs mit den bisher unbewußten Inhalten” nennen würden —; Schmideberg meint aber, daß es gelegentlich auch ohne solche Vermittlung gehe: „Die Affekte bilden ein direktes Verbindungsglied zwischen Bewußtsein und Unbewußtem, und die Symbolik ein anderes. Daher bieten Symboldeutungen, die mit Gefühlen verbunden sind, ein direktes Annäherungsmittel an das Unbewußte und sind besonders brauchbar bei Patienten, in denen das Vorbewußte ungenügend entwickelt ist (kleine Kinder, Psychotiker).” Die Autorin legt auch Gewicht darauf, daß mit der Deutung eine Triebentmischung einhergehe, die u. U. auch zu weit gehen könne. (? Ref.) — Die Verwechslung von Gegenwart und Vergangenheit in der Übertragung gehe auf eine „Projektion” der unbewußten Tendenzen und Ängste zurück, die durch Übertragungs-Deutung überwunden werde. Man solle aber nicht vergessen, daß es neben der Übertragung auch eine Reaktion des Patienten auf die wirkliche Persö