You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die „Presidential Address”, die Verf. am Kongreß der American Psychoanalytic Association in Chicago am 3. Juni 1938 gehalten hat, ist charakteristisch für die Auffassung der meisten Psychoanalytiker in Amerika. Freud schrieb vor nicht allzu langer Zeit: „Nun erwarten Sie aber nicht, die frohe Botschaft zu hören, der Kampf um die Analyse set zu Ende und habe mit ihrer Anerkennung als Wissenschaft, ihrer Zulassung als Lehrstoff zur Universität geendet. Es ist keine Rede davon; er setzt sich fort, nur in mehr gesitteten Formen. Neu ist auch, daß sich in der wissenschaftlichen Gesellschaft eine Art von Pufferschicht zwischen der Analyse und ihren Gegnern gebildet hat, Leute, die etwas an der Analyse gelten lassen, es auch unter ergötzlichen Verklausulierungen bekennen, dafür anderes ablehnen, wie sie nicht laut genug verkünden können …”1 Alexander aber meint im Gegenteil — wenigstens, was Amerika betrifft: „Hier hat das Verhältnis der Psychoanalyse zur Psychiatrie und zur übrigen Medizin sich in einer kurzen Periode rasch verändert. Die Psychoanalyse blieb nicht eine isolierte Disziplin mit einem besonderen Objekt, einer besonderen Methode und einer besonderen Denkweise, der alle übrigen Wissenschaften auswichen, sondern wurde mehr und mehr ein Teil der Medizin, insofern sie Therapie ist, und ein Teil der Sozialwissenschaft, insofern sie mit menschlichen Beziehungen zu tun hat …
Der affektive Widerstand gegen die Psychoanalyse aus der früheren nachviktorianischen