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Die Haltung tier Jugendlichen ist durch die Notwendigkeit begründet, sich mit einer körperlich bedingten Steigerung der Triebforderungen, die ein bis dahin gültiges Gleichgewicht zwischen Trieben und Trieb-Abwehr stört, auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung bekommt ihre Form durch die Forderungen, die die Umgebung an die Jugendlichen richtet. Die Reaktion der Jugendlichen kann nun diesen Forderungen gegenüber entweder willfährig oder rebellisch sein. Die meisten Jugendlichen aber werden Mischbilder von Willfährigkeit und Rebellion zeigen. —- Die nur-Gehorsamen und die nur-Rebellischen sind in ihrer eigenen Brust relativ konfliktfrei, die „Mischbilder” zeigen innere Konflikte. Solche inneren Konflikte wieder sind durch die Vergangenheit der Betreffenden determiniert. Sie hängen davon ab, wieweit die Betreffenden als Kinder gegenüber den erzieherischen Beeinflussungen ihrer infantilen Sexualität willfahrig oder rebellisch gewesen sind. Bernfeld meint daher, die „Mischbilder” wieder unterteilen zu sollen in Typen, die in der Vergangenheit „rebellisch” waren, aber gegenwärtig „willfährig” sind, und in solche, die in der Vergangenheit „willfährig” waren und gegenwärtig „rebellisch” sind. Die ersteren suchen jetzt ihre genitale Sexualität zu unterdrücken, wolien sich aber infantil-sexuell betätigen; sie werden sich einerseits „unartig” benehmen, andererseits fällt ihnen die Verdrängung der genitalen Strebungen schwer. — Die ehemals Willfährigen und gegenwärtig Rebellischen dagegen wollen bewußt gegen die aktuellen Sexualverbote der Umgebung revoltieren, können es aber nicht, weil sie unbewußt die infantilen Sexualverbote in sich tragen; sie sind besonders übel dran, gefährdet und gefährlich, weil sie selbst sich ihre bewußt angestrebte Sexual-Tätigkeit unbewußt nicht gestatten.
Die Einteilung in die vier Grundtypen erschöpft aber die Vielfalt der wirklichen Pubertätstypen nicht. Die Komplikationen, die von einer solchen Einteilung noch nicht erfaßt sind, führt Verf