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Ähnlich wie unlängst Pailthorpe1 hatte auch Levey Gelegenheit, die libido-ökonomische Funktion der Produktion von Gedichten in einer Analyse zu untersuchen.
Es handelte sich um eine Patientin, die sich aus einem schweren Schuldgefühl, das aus einer haßerfüllten sexuellen Konkurrenz-Einstellung einer Schwester gegenüber stammte, in den Schutz einer liebenden Mutter flüchten wollte; so suchte sie der Vergeltungsangst zu entgehen, sie könnte körperlich so beschädigt werden, wie sie es der Konkurrentin gewünscht hatte. Genaue Beobachtung des Verhaltens der Patientin zeigte, daß sich eine Art zyklischer Ablauf zu wiederholen pflegte, — vom Gefühl, geschützt zu sein, über gewisse Störungen dieses Schutzes durch Angst und Schuldgefühle zum Überwiegen von Angst und Schuldgefühlen und der Sehnsucht nach neuem Schutz. Das Dichten setzte jeweils am Ende eines solchen Zyklus ein, d. h. dann, wenn die Patientin sich am ungeschütztesten fühlte und am meisten nach Schutz verlangte. Der unbewußte Sinn der Gedichte war vor allem die Leugnung oder Wiedergutmachung ihrer schuldbeladenen Aggressions-Neigungen, (Ref. möchte an die Arbeiten von Sharpe erinnern, die in der künstlerischen Produktion überhaupt im Wesentlichen die Betätigung einer solchen Wiedergutmachungs-Tendenz zu erkennen glaubte.2)