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Die Suizid-Forschungen des Verf. haben ihm Einsicht gebracht in die Bedeutung des Strebens, einen unerträglichen Spannungszustand durch selige Entspannung zu beenden, der unbewußten Identifizierung mit Toten und überhaupt der Phantasten, die unbewußt mit der Vorstellung „Tod” verbunden sind. Nunmehr fragt er nach der psychischen Bedeutung der Vorstellung vom eigenen Tode, bezw. von der eigenen Unsterblichkeit überhaupt. Hinter vorgeschütztem „Rationalismus” findet ein solcher Glaube an die eigene Unsterblichkeit in sehr verschiedenen menschlichen Haltungen Ausdruck: in religiösen, in spiritistischen, in Beerdigungs-Zeremonien, aber auch in Utopien und Zukunftsidealen überhaupt. Die Phantasie von der Unsterblichkeit hat den Charakter einer Reaktionsbildung; sie ist eine Leugnung des Todes, strukturell also nicht dem triebhaften Es zuzuordnen, das vom eigenen Tode nichts weiß. Man könnte meinen, daß jede Bedrohung, die das Ich trifft, eine Steigerung der Bedürfnis-Spannung und daher Angst erzeuge; merkwürdig genug erscheint aber trotzdem häufig keine Todesangst in Situationen, wo man eine solche erwarten sollte. Es ist wohl erst ein dazu kommendes Schuldgefühl, das zwingt, sich mit Toten oder Sterbenden zu identifizieren, und dadurch die Todesangst schafft. Erst das Über-Ich erzeuge die