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In seiner Arbeit: „Ein Kind wird geschlagen“1 stellt Freud fest, dass den beiden „masochistischen“ Phasen dieser Phantasie beim Mädchen eine aktiv-sadistische Vorphase vorangeht („mein Vater schlägt das mir verhasste andere Kind“), während bei den entsprechenden Phantasien der Knaben eine solche sadistische Vorstufe noch nicht nachgewiesen sei. — Bergler meint nun, dass seine Forschungen über die Bedeutung der oralen Konflikte bei Knaben2 ihm das Material lieferten, um diese Lücke auszufüllen: Der ursprüngliche Sadismus des Knaben richtete sich gegen die Mutter, und zwar als Ausdruck seiner oralen Unzufriedenheit mit ihr. Die sadistische Neigung, die ursprünglich den Brüsten galt, wurde auf die Nates verschoben, was dann nach Wendung der Aggression gegen das eigene Ich und Änderung des Geschlechtes des Objektes zur zweiten Phase: „Mein Vater schälgt mich“, führt. Die Tatsache, dass der männliche Masochist feminine Wünsche gegenüber Frauen hat — was Freud als ungelöstes Problem bezeichnet — würde sich dann dahin erklären, dass die Veränderung des schlagenden Vaters zur schlagenden Mutter eine regressive Entstellung ist, indem in der allerersten Entwicklungsphase dieser Phantasie die Mutter das Objekt gewesen ist. — Diese These, deren Allgemeingültigkeit nachgeprüft werden müsste, wird durch interessantes klinisches Material gestützt, besonders die psychische Gleichung Nates = Brüste mit eigenem Material und durch Zitate aus der Literatur belegt. (Eergler nennt dabei u.a. die libidinöse Besetzung der Nates „einen narzisstischen Versuch, die verlorenen Brüste der Mutter wiederherzustellen“; in dieser und ähnlichen Formulierungen findet Ref. eine Unterschätzung der genuinen biologisch fundierten Erogeneilät gewisser Körperstellen). — Die Krankengeschichte eines masochistischen Patienten, der, fixiert an den negativen Oedipus-Komplex, unbewusste Schlage-Phantasien mit dem Vater als Subjekt hatte, und der in der Tendenz, diese zu verdrängen, die orale Aggression gegen die