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Es ist bekannt, dass das Chicagoer psychoanalytische Institut von seinen Mitarbeitern verlangt, dass sie über die von ihnen durchgeführten Psychoanalysen Protokolle führen. Der kurze Aufsatz von Saul versucht, diese Forderung zu begründen und die Vorteile solcher „Protokolle“ auseinanderzusetzen: sie ermöglichen nachträgliche Durchsicht des Materials, „objektive“ Kontrolle durch andere Kollegen, bestimmte Formen der wissenschaftlichen Auswertung, besonders der Träume, und ein Studium formaler Details, von denen Saul glaubt, dass sie bisher vernachlässigt worden waren. (Er schreibt: „Vorallem eröffnete die Psychoanalyse in ihren frühen Jahren ein Beobachtungsfeld von derartigem Reichtum, dass es genügte, die besonders bedeutungsvollen Phänomene im grossen und ganzen zu skizzieren und zu beschreiben, ohne sich um allzu viele Details zu kümmern. Solche Beobachtungen konnten entsprechend ohne ausführliche Protokolle gemacht werden.“ Es scheint dem Ref., dass die Lektüre der Freud'schen Krankengeschichten zeigt, dass Freud durchaus und sehr ausführlich auch Details des Materials beobachtet hat, ja, dass es eines der Kennzeichen der Psychoanalyse ist, kein Details für so gering zu erachten, dass es der Aufmerksamkeit entgehen dürfte.) — Die Einwände gegen das Mitschreiben während der analytischen Stunde, die Freud formuliert hat, werden nicht sehr ausführlich diskutiert; jedenfalls hält Saul sie für vernachlässigenswert angesichts der Fülle von Vorteilen, die die Protokolle angeblich bieten. Wenn einige Analytiker meinen, das Mitschreiben störe ihre „gleichschwebende Aufmerksamkeit“, so erwidert Saul bloss: „Aber andere finden, dass es ihre Konzentration erhöht.“ Auf den Einwand, dass nur Worte, die der Patient äussert, mitgeschrieben werden, während es auf sein ganzes Benehmen ankomme, antwortet er: „Immerhin sind die Worte das zentrale Mittel, mit dem der Analytiker arbeitet, und die intuitive Reaktion des Analytikers fehlt im Protokoll nicht, wenn er seine Deutungen au