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Seit der bekannten schönen Arbeit von Abraham über Echnaton,1 der durch Freuds neues Buch neuerdings in den Mittelpunkt des Interesses der Psychoanalytiker gerückt wurde, haben sowohl Aegyptologie ab auch Psychoanalyse bedeutende Fortschritte gemacht. Die Heranziehung neuer psychoanalytischer Einsichten zur Aufklärung neuerer aegyptologischer Funde gibt dem Autor den Mut, die Deutungen Abrahams zu ergänzen, bezw. abzuändern. Es scheint ihm, dass Echnaton eine stark feminine (vielleicht adiposogenitale) Anlage hatte, auf die er mit der Entwicklung bestimmter paranoider Mechanismen reagierte. Sein Hass gegen den Vater wurzelte nicht nur in einem normalen, sondern auch in einein negativen Oedipus-Komplex. — Strachey scheint Die Bedeutung des „grossen Mannes in der Geschichte“ hoch einzuschätzen, indem er schreibt: „Wenn dies der Fall ist, so scheint es möglich, dass der Zufall, dass ein Mensch mit dieser speziellen Geistesart gleichzeitig die mächtigste Persönlichkeit der ganzen Welt war, verantwortlich gewesen sein mag, für das erste Auftreten des Monotheismus in der Geschichte der Menschheit.“
O. Fenichel (Los Angeles)