You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Nach einer Einleitung, die den Gegenstand des Abhandlung weder definiert noch abgrenzt, sondern zusammenträgt, was bisher andere Authoren darüber gesagt haben, werden zwei verschiedende Arten von Störungen des Persönlichkeitsbewusstseins bei manisch-depressiven Erkrankungen unterschieden: die „reflexiv bedingte, abortive Störung des Persönlichkeitsbewusstseins“ (S.9.) und „die intuitiven Störungen“ (S. 10), die wiederum als „Seinsmodifikation“ oder als „Seinsverlust“ aufgefasst werden können. Das letzte Kapitel „Psychopathologische und klinische Charakteristik der Störungen des Persönlichkeitsbewusstseins“ gipfelt in der Zusammenfassung, dass in diesen Störungen „der Ausdruck eines eigenartigen Zustandes vitalen Gestörtseins“ zu erblicken sei.
Nach dem Beenden dieses Buches nimmt der Leser es noch einmal zur Hand, um ganz sicher zu sen, dass hier nicht ein Briefmarkensammler über einige kuriose Fehldrucke berichtet, sondern ein Greifswalder Professor über melancholische Patienten.
M. Grotjahn (Chicago)