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Psychoanalytiker pflegen sich bei der Erhebung der Anamnese von durchschnittlichen Psychiatern dadurch zu unterscheiden, dass sie von Reginn an die Methode der freien Assoziation mitbenutzen; sie lassen so lange wie möglich den Patienten spontan reden und setzen mit ergänzenden Fragen erst ein, wenn er stockt. — Die gleiche Methode bewährt sich nun auch bei organischen Krankheiten, insbesondere bei dem sogenannten „psycho-psysischen Grenzgebiet“, wo es besonders wichtig ist, dass der Arzt die Tatsache, dass sein Patient eine „psycho-somatische Einheit“ ist, unausgesetzt im Auge behält. Es gelingt so, den Patienten dazu zu bringen, nicht nur das vorzubringen, wovon er sich vorher vorgenommen hatte, es dem Arzt zu erzählen; er kommt dazu, die Entwicklungsgeschichte seiner Symptome und ihrer psychischen Zusammenhänge preiszugeben.— Zwei ausführliche Beispiele erläutern dies.
O. Fenichel (Los Angeles)