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Experimentelle Bestätigungen psychoanalytischer Einsichten sind aus didaktischen Gründen sehr erfreulich (weniger als „wissenschaftliche Beglaubigungen“; denn solcher bedarf die Psychoanalyse wirklich nicht). — Erickson machte eine Reihe interessanter hypnotischer Experimente, die die „Psychopathologie des Alltagslebens“ bestätigten. So suggerierte er Versuchspersonen, sich für gewisse Gebiete unbewusst zu interessieren, was sich dann in Fehlhandlungen und anderen Indizien bemerkbar machte; er suggerierte mit gleichem Erfolg geheim zu haltende Gefühlsregungen, die sich dennoch verrieten; er suggerierte Absurditäten, die die Versuchspersonen dann durch „Rationalisierungen“ zu verteidigen suchten; er suggerierte gewisse Amnesien und erhielt negative Halluzinationen, die dem Zwecke dienten, die Amnesien aufrechterhalten zu können; er implantierte künstliche „Komplexe“; er schuf Situationen, in denen die Versuchsperson Ärger gegen den Hypnotiseur empfinden musste, und erzielte Verschiebungen dieses Ärgers auf dritte harmlose Personen. Das interessanteste Experiment bestand in einem suggerierten Wechsel der Identität der Versuchsperson, („Nach dem Erwachen werden Sie nicht mehr Dr. D., sondern Mr. Black sein“) und erzielte das Resultat einer „künstlichen Identifizierung“: die Versuchsperson schien tatsächlich all die affektiven Reaktionen zu zeigen, die Mr. Black unter den gleichen Umständen gezeigt hätte.
O. Fenichel (Los Angeles)