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Frau Fromm-Reichmann gibt eine interessante, mit Beispielen belegte Darstellung der Modifikationen der analytischen Technik, deren sich das Chestnut-Lodge Sanitarium bei der Behandlung schizophrener Patienten bedient. Sie ist dabei im Wesentlichen in Übereinstimmung mit den anderen Autoren, die über Psychoanalyse bei Psychosen schrieben. Niemals liegt die Schwierigkeit in einem vollkommenen Mangel an Übertragung; vielmehr liegt sie einerseits im stürmischen Charakter der Übertragungs-Aktionen, mit denen die vom Objektverlust bedrohten Patienten sich an den Analytiker anzuschliessen pflegen; andrerseits in der Bereitschaft der Kranken, bei Gelegenheiten, bei denen ein neurotischer Patient eine „negative Übertragung“ produzieren würde, sich ganz zurückzuziehen. Das letztere ist besonders gefährlich, weil der Analytiker oft nicht wissen kann, welche Kleingkeiten in seinem Benehmen Anlass zu solcher negativer Reaktion der Patienten geben. Frau Fromm-Reichmann mochte das nicht „Unverlässlichkeit“ der Übertragung nennen. Sie schreibt: „Wenn die Reaktionen des Schizophrenen stürmische sind und offenbar weniger voraussehbar als die von Neurotikern, so meine ich, dass dies mehr unvermeidlichen Irrtümern in den Annäherungs-Versuchen des Analytikers, die dieser selbst nicht als solche erkennt, zu verdanken ist, als der Unverlässlichkeit der Affektreaktionen des Patienten“. Aber gerade die „Unvermeidlichkeit“ dieser „Irrtümer“ hatten ja die Autoren, die von der „Unverlässlichkeit“ der schizophrenen Übertragung schrieben, im Auge! Wichtig sei daher besonders die Einleitungsperiode, in der das Vertrauen des Patienten gewonnen wird. Es ist überflüssig, den Patienten hinlegen zu lassen und ihn zu freien Assoziationen aufzufordern. „Es ist sicher nicht ein intellektuelles Begreifen des Schizophrenen, sondern ein einfühlendes Verständnis