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Eine Frau zeigt nach der Geburt ihres Töchterchens einen zwanghaften Impuls, die Tochter zu töten. Sechzehn Jahre später entwickelt sich ein paranoider Wahn: der Gatte habe ein inzestuöses Verhältnis zu der Tochter. In der Zwischenzeit ist auffällig, wie die Mutter ängstlich aufpasst, dass das Kind nichts vom elterlichen Geschlechtsverkehr bemerke. Man sieht hier einen sogenannten „umgekehrten“ Ödipuskomplex, der sich zuerst im Hass gegen das Kind äussert, später in dem genannten Wahn. Der Hass gilt jetzt dem Manne. Interessant ist, wie auch in der Ödipus-Sage bei König Laios zuerst Mordimpulse gegen seinen Sohn auftreten, später der Sohn der Konkurrent des Vaters ist. Verf. meint, dass die Mordimpulse des Königs und die seiner Patientin aus derselben Quelle stammen.