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Der Wahn, andere Menschen mittels eines von den Patienten produzierten Giftes zu vergiften, wird von Jelgersma Giftmordwahn genannt. Zwei Frauen, beide Töchter schwerer Potatoren, meinen ihre Umgebung mittels Fluor albus zu vergiften. Die eine von ihnen verkündet diese Wahnideen mit sichtbarem Vergnügen. Was einem hier als Wahn entgegentritt, sieht man als Perversion bei Giftmischerinnen. Bei allen in der Literatur beschriebenen Fällen scheint es sich um eine sadistische Perversion zu handeln. Weil man diese Perversion fast nur bei Frauen und femininen Männern findet, vermutet Jelgersma, dass dieser Wahn auch nur bei Frauen auftritt. In dem Wahn wendet sich ein Teil des in der Perversion auf die Aussenwelt gerichteten Sadismus gegen die eigene Person.
Rh. Feith (Oegstgeest, Holland)