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Der Autor ist der Meinung, dass ein Konflikt zwischen Moral und Sexualtrieb (also ein Instanzkonflikt) neurotische Erscheinungen nicht erklären kann, dass aber ein Triebkonflikt Ursache derselben sein muss. Diesen Triebkonflikt versucht er aufzuzeigen.
Er zeigt zuerst, wie Freud den ursprünglich angenommenen Konflikt zwischen Selbsterhaltungstrieben (Ich-Trieben) und sexuellen Trieben fallen liess und dann den Konflikt als einen zwischen dem Ich und dem Sexualtrieb aufgefasst hat (der Triebkonflikt wird zum Instanzenkonflikt). Demgegenüber meint der Verfasser, dass, wo man nur einen Trieb annimmt, kein Konflikt entstehen kann, und dass der Konflikt zwischen Selbsterhaltungstrieben und Sexualtrieben den Neurosen zugrunde liege. Damit schaltet Markuszewicz offenbar die Konflikte zwischen Trieb und Aussenwelt aus: das Individuum wird ganz unabhängig von der Umgebung gedacht.
Nach Freuds Auffassung bestehen im Es entgegengesetzte Tendenzen nebeneinander, und das Ich kommt in die schwierige Lage wählen zu müssen, was es zulassen kann. Das Ich empfindet das als Konflikt. Dagegen meint Markuszewicz, der Konflikt bestehe schon im Es und werde vom Ich wahrgenommen. Freud erwähne später keinen solchen Konflikt, nach Markuszewicz zu Unrecht. Die Konfliktmöglichkeiten, die entstehen, weil die Befriedigungsmöglichkeiten durch die äussere Realität und die psychische Beschränkung des Kindes und des Erwachsenen beschränkt sind, werden ausser acht gelassen. Nebenbei sei erwähnt, dass von einem Konflikt zwischen Lebens- und Todestrieben im Aufsatz nicht die Rede ist.
Der Triebkonflikt ist nach Markuszewicz der Konflikt zwischen Selbsterhaltungstrieb und Sexualtrieb. Um seine Theorie zu beweisen, vernachlässigt Verf. alle Konflikte zwischen Kind und Aussenwelt und kann sodann von einer Vorkonfliktsphase sprechen, die bis zum dritten bis vierten Lebensjahre dauere. Die Verdrängung der Partialtriebe in den ersten Lebensjahren muss einfach verschwinden, sie wird unverständlich zu einer Ps