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Die Motive, die mich bewegen, diesen Fall zu veröffentlichen, sind seine ungewöhnliche Entwicklung und Struktur. Wie der Leser sich selbst überzeugen wird, passt diese Struktur zu keinem von den bis jetzt bekannten Schemata. Aber das ist nicht das einzige Motiv, das unser Interesse an der psychologischen Strukturfrage dieses Falles von Homosexualität wachrufen soll. In engem Zusammenhang mit der Frage steht die andere, noch nicht entschiedene aber entscheidende Frage: die der relativen Wichtigkeit und Bedeutung der beiden Faktoren in der Entstehung der Homosexualität, des körperlich-konstitutionellen und des psychischen. Auch zu dieser Frage enthält der Fall interessantes Material.
Es handelt sich um einen jungen Mann von 27 Jahren, der wegen psychischer Impotenz sich einer psychoanalytischen Behandlung unterziehen wollte. In der Sprechstunde erscheint er in Begleitung seiner jungen, schönen Ehefrau. Beide klagen, dass der Mann sich in der Ehe, die sie vor zwei Jahren eingegangen waren, vollkommen impotent erwiesen hat, trotz der guten Beziehungen und der aufrichtigen Liebe, die beide vereinigt. Im Laufe der zwei Jahre haben sie