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„Ein volles Verständnis ist bisher weder für die Kriegsneurosen noch für die traumatischen Neurosen des Friedens erzielt worden.“ Diese Feststellung Freuds2 kann auch heute, nach mehr als zwei Jahrzehnten noch nicht für überholt gelten. In der „Neuen Folge der Vorlesungen“ beschäftigte sich Freud wieder mit dem Problem und sagt dort, dass sich aus der Eigenart der Träume bei der traumatischen Neurose ein gewichtiger Einwand gegen die Wunscherfüllungstheorie des Traumes ergibt. Dass diese Kranken „vom Traum so regelmässig in die traumatische Situation zurückversetzt werden … sollte nach unseren Annahmen über die Funktion des Traumes nicht der Fall sein. Welche Wunschregung könnte durch dieses Rückgreifen auf das höchst peinliche traumatische Erlebnis befriedigt werden? Das ist schwer zu erraten.“ Doch bleibe uns die Auskunft, diese Träume seien immerhin der Versuch einer Wunscherfüllung. „Unter bestimmten Verhältnissen kann der Traum seine Absicht nur sehr unvollkommen durchsetzen oder muss sie überhaupt aufgeben; die unbewusste Fixierung an ein Trauma scheint unter diesen Verhinderungen der Traumfunktion obenan zu stehen. Während der Schläfer träumen muss, weil der nächtliche Nachlass der Verdrängung den Auftrieb der traumatischen Fixierung aktiv werden lässt, versagt die Leistung seiner Traumarbeit, die die Erinnerungsspuren der traumatischen Begebenheit in eine Wunscherfüllung umwandeln möchte.“
Das Problem, wie es zu einer solchen Läsion der Traumfunktion gekommen sein mag, bedarf noch der Klärung, und wir wollen uns daher einigen mehr allgemeinen Fragen der Dynamik der traumatischen Neurose, resp. des traumatischen Schocks, zuwenden. Für diese Überlegungen möchte nun auch ich die