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Der vorliegende Artikel beruht auf grundlegenden Forschungen in der Gehirnanatomie und -physiologie, aus denen gewisse vorläufige theoretische Formulierungen betreffend die Struktur des Ichs und besonders seine Psychologie und deren Beziehungen zur Architektur und Funktion der Hirnrinde abgeleitet werden können.
Die Annahmen Freuds über die Struktur des Ichs stehen in voller Übereinstimmung mit neueren hirnanatomischen und -physiologischen Vorstellungen. Mit diesen wendet auch Coriat sich gegen mechanistische und allzu „lokalisatorische“ Annahmen. „Es ist nicht gerechtfertigt, sich die Hirnrinde als aus mehreren Schichten zusammengesetzt vorzustellen, deren jede spezifische Grundfunktionen zu leisten hätte, wie Wahrnehmung, Assoziation, Projektion. Es ist vielmehr ein einheitliches System, gebildet von Neuronenketten, deren Impulse auf dem Niveau der architektonischen Schichten und Unterschichten synchronisiert werden.“ Coriat studiert die Wirkungen der Psychoanalyse auf das Ich und erläutert seine Bemerkungen über die Korrelationen zwischen Ich-Funktionen und Gehirntopographie durch die Diskussion einiger neuerer Arbeiten über die sogenannten psycho-somatischen Beziehungen.
O. Fenichel (Los Angeles)