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Um nicht wiederholen zu müssen, sei auf die Besprechung des ersten Bandes in dieser Zeitschrift1 verwiesen, in der viel Wesentliches bereits gesagt wurde.
Der Verfasser stellt ausführlich und eindringlich—vom Mittel der Wiederholung wird ausgiebig Gebrauch gemacht—seine These dar: Dass gesellschaftliche Bildungen nur als Ganzes verstanden werden können. Es ist der Einzug der Ganzheitsbetrachtung in die Soziologie. Die Verflechtung (das Wort tritt in Dutzenden von Kombinationen fast auf jeder Seite, oft mehrfach, auf) der Menschen im Sinne einer vielfältigen Abhängigkeit ihrer vitalen Interessen von einander zwingt einen steten Wandel der gesamten Struktur der Gesellschaft in einer ganz bestimmten Richtung auf. Der Einzelne hat keine Möglichkeit sich diesem Prozess zu entziehen, sondern wird von ihm modelliert. Richtiger gesagt, die Struktur des Ganzen und ihre Wandlungen bestimmt die Struktur der Teile gesetzmässig. Es handelt sich nicht um Individuen in einer Umwelt oder um „innere“ und „äussere“ Faktoren, die streng trennbar wären und auf einander reagieren, sondern um Verhältnisse in den Gesamtbedingungen und deren Veränderungen. Dem Ref. sind dieselben Probleme und die zu ihrer Lösung vorgeschlagene veränderte Betrachtungsweise besonders vertraut aus der Zeit seiner Arbeit als Schüler Kurt Goldsteins, der auf dem Gebiet der Neuro-Biologie seit vielen Jahren Anschauungen vertritt, die denen von Elias weitgehend entsprechen. Insbesonders ist die „Netzwerktheorie“ des Nervensystems der älteren Neuronentheorie und Reflextheorie in ganz ähnlicher Weise gegenübergestellt wie diese Gesamtbetrachtung der älteren atomistischen Soziologie — sie sind ja auch auf dem gleichen Boden gewachsen. Dies ist hier nicht aus persönlichen Motiven erwähnt, sondern weil es von weiterem und allgemeinerem Interesse ist. Es ergeben sich eine Reihe von wichtigen Einblicken und in der Tat handelt es sich keineswegs um blosse Parallelen, sondern um ineinandergreifende Wandlungen unseres Bilde