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Bowlby macht eine interessante Studie über die Bedeutung des frühkindlichen Milieus für die Entwicklung von Neurosen und neurotischen Charakteren, und zwar an Hand von Material, das während drei Jahren in einer Child Guidance Clinic Londons gesammelt wurde. Bowlby macht darauf aufmerksam, dass bei solchem Material die grosse Abhängigkeit der kindlichen Neurosen von den Milieu-Umständen oft deutlicher in Erscheinung tritt, als während der psychoanalytischen Untersuchung. Dabei hat Bowlby nicht die ökonomischen Verhältnisse, die Wohnungs-und Schulbedingungen im Auge, sondern die libidinösen Beziehungen. Er spricht besonders über das ungenügend geliebte sowie über das lange von der Mutter getrennte Kind und schliesslich über das Kind, das dem Einfluss einer neurotischen Mutter ausgesetzt war. Bowlby unterscheidet zwischen kausalen und veranlassenden Umständen in der Umgebung, meint aber, dass diese oft einen Rückschluss auf jene erlauben. — Was die Neurosen der Mütter anlangt, so handelt es sich nicht etwa um einzelne grobe Erziehungsfehler