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Brill berichtet den Fall einer alten Dame in New England, deren Triebleben schon immer einen anal-sadistischen Charakter aufgewiesen hatte. Nach dem Tode ihres manisch-depressiven Ehemannes und nach dem Verlust ihres Vemögens, der sie besonders stark getroffen hatte, weigerte sie sich, sich, wie ihr geraten worden war, ärztlich untersuchen zu lassen. — Einige Monate später, bevor sie eine Ferienreise antrat, gab sie ihre Wohnung auf, stellte ihre Möbel auf den Speicher, machte ein Verzeichnis ihrer Effekten, machte ihr Testament und benahm sich in jeder Beziehung so, als ob sie erwartete, nicht mehr zurückzukehren. Einige Tage nach Antritt der Ferien wurde sie krank und starb an einer Gehirn-Trombose.
Die Patientin hatte niemals eine Melancholie; dennoch glaubt Brill, dass ihre psychische Struktur der einer Melancholie sehr ähnlich war, und dass ihr Tod als eine Art psychischer Selbstmord angesehen werden muss.
O. Fenichel (Los Angeles)