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Die vorliegende Arbeit stellt die Fortsetzung einer früheren Arbeit von Fenichel dar,
„Über Angstabwehr, insbesondere durch Libidinisierung“1. Dort wurde vor der Gefahr gewarnt, dass man in den Mechanismen der Angstabwehr die Bedeutung der Wiederkehr der biologisch-erogenen Lust unterschätzen könnte. In der neuen Arbeit teilt Fenichel neue Erfahrungen mit und betont, dass „die Lust, die aus erfolgreicher Angstabwehr entsteht, sich mit der primären erogenen Lust verdichtet“.
Fenichel untersucht die interessante Tatsache, dass unter bestimmten Bedingungen Personen gerade die Situation mit Vorliebe aufsuchen, die sie offenkundig fürchten oder fürchteten. Diese Einstellung nennt er die „kontraphobische Haltung“, und er zieht diesen Ausdruck der unexakten Bezeichnung „Überkompensierung einer Angst“ vor. Er vergleicht diese Haltung mit dem Mechanismus, den Kinder und traumatische Neurotiker benützen, um unerledigte Erregungsquantitäten durch Wiederholung der gefürchteten Situation unter Verwandlung der Passivität in Aktivität zu erledigen. Der Autor untersucht dann die Bedingungen, unter denen ein relativ so günstiger Ausweg möglich ist: 1) Verwandlung von Passivität in Aktivität, wie in dem Fall der „Identifizierung mit dem Angreifer“; 2) Glaube an einen magischen Schutz, der auch wirksam werden kann durch Identifizierung mit einer anderen Person, die man selbst schützt; 3) solcher Schutz oder eine reale oder magische „Erlaubnis“ kann speziell dazu dienen, dem gefürchteten sadistischen Charakter der angestrebten Handlung zu widersprechen; 4) „Libidinisierung der Angst“; 5) „Flucht zur Wirklichkeit“.
Alle diese Mechanismen wurden in Charakteranalysen beobachtet. Aber Fenichel erinnert daran, dass ähnliche Beobachtungen auch im täglichen Leben gemacht werden können. Er bespricht besonders ein Beispiel: Sport. Die wesentliche Lust am Sport besteht nach Fenichel darin, dass „man aktiv im Spiel gewisse Spannungen erzeugt, die man ehemals fürchtete“. Sicher gibt es viele ander