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Um die Eigenheiten der schizophrenen Sprache zu verstehen, ist es notwendig, die Anfangssymptome zu studieren, weil später sekundäre Bearbeitungen das Bild komplizieren. Katan gibt Beispiele für die typischen Wortassoziationen der Schizophrenen, für ihre Art, die Namen der Dinge für die Dinge selbst zu nehmen, und für ihre Überbesetzung der Worte, die unbewusst Objekten gleichgesetzt sind. Wie sind diese Spracheigentümlichkeiten zu erklären? Freud hat bekanntlich gezeigt, dass die Schizophrenen, nachdem sie ihre Objekte verloren haben, nach Wiederherstellung der Objektbeziehungen streben, aber nicht mehr als die „Wortvorstellungen“, die „Schatten“ der Objekte erreichen können. Diese Erklärung scheint Katan ungenügend. Jeder Versuch, die Welt der verlorenen Objekte wieder zu erreichen, muss ja, sagt er, noch einmal auf dieselbe Gefahr stossen, die vorher den Rückzug von der Aussenwelt veranlasst hatte. Sowohl die Wahnbildungen wie auch die schizophrene Art der Wortbehandlung erscheinen ihm mehr als blosse Versuche zur Restitution: sie sind auch Versuche, die alten Gefahren zu überwinden, und zwar, sie auf eine neue Weise zu überwinden: „Das Wort drückt die Gefahr aus und wirkt als ein Gefahrsignal, gegen das der Patient sich schützen kann, indem er es vermeidet.“ — Später wird die Beziehung der in Frage stehenden Wörter zur Gefahrsituation mehr verwischt, aber in den Anfangssymptomen kann sie noch deutlich beobachtet werden. Was für die Wörter gilt, gilt auch für die Symbole, welche von den Schizophrenen benützt werden, um Gefahrsituationen zu überwinden — und zwar in einer ganz anderen Weise als die Neurotiker dies tun.—Ref. möchte hinzufügen, dass auch Freud der Meinung war, dass zugleich mit den Worten, die die Schatten der verlorenen Objekte darstellen, auch die Schatten der Konflikte um diese Objekte wiederkehren.
O. Fenichel (Los Angeles)