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In ihrer Arbeit „A Contribution to the Psychogenesis of Manic-Depressive States“1 hat Melanie Klein die Auffassung vertreten, dass in der normalen Entwicklung jedes Kindes, meist im Anschluss an die Entwöhnung, eine Phase durchlaufen werde, die die Periode darstellt, zu der spätere Depressive regredieren, und die sie darum „depressive Position“ nannte. Von der Abrahamschen „Urverstimmung“ unterscheide sie sich 1. dadurch, dass sie nicht nur bei Personen vorkommt, die später an Depression erkranken, sondern bei jedermann; 2. durch die dem Erleben zu Grunde liegenden Phantasien. Melanie Klein meint, dass das Kind, das die Mutterbrust „verliert“, annehme, dass es diesen Verlust selbst verschuldet hätte, und zwar durch seine eigenen sadistischen Phantasien, sowie durch die Phantasien des im ersten Lebensjahr schon etablierten (oralen) Ödipuskomplexes; es versuche, den Verlust durch Introjektionen wettzumachen; die einverleibten Objekte führen im Innern des Kindes als „innere Objekte“ weiter ein Sonderdasein, welches abhängig sei zum Teil von den wirklichen Erlebnissen des Kindes, zum Teil von seinen Phantasien und Impulsen; zwischen „äusserer“ und „innerer“ Mutter entwickeln sich dann vielfache Beziehungen Das Fortbestehen sadistischer Phantasien bedrohe immer wieder innere und äussere Objekte, Erfahrungen mit „guten“ Objekten überwinden die Angst vor diesen Bedrohungen, welche die „depressive Position“ beherrschen.
In ihrer neuen Arbeit versucht Melanie Klein nicht, neues Beweismaterial für die „depressive Position“ vorzulegen. Sie nimmt vielmehr ihre Existenz als bewiesen an und will nur die Beziehungen darstellen, die nach ihrer Meinung nicht nur zwischen späterer Depression und „depressiver Position“, sondern auch zwischen normaler Trauer und „depressiver Position“ bestehen. Ihre diesbezügliche These lautet: „Meines Erachtens besteht eine enge Verbindung zwischen der Realitätsprüfung während der normalen Trauer und den frühen seelischen Prozessen. Meine Auffassung is